Seit Mai gilt ein neues Jugendmedienschutzgesetz in Deutschland

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Veröffentlicht am 04. Mai 2021

Fast jedes europäische Land hat sein eigenes Glücksspielgesetz reformiert. Kein Wunder, dass auch das Jugendmedienschutzgesetz geändert wurde. Auch hier liegt der Sinn darin, dass Jugendliche und Kinder besser geschützt werden.

Ab sofort müssen Videospiele mit Altersfreigabe gekennzeichnet werden

Inhaltsverzeichnis:

Ab sofort müssen Videospiele mit Altersfreigabe gekennzeichnet werdenScharfe Kritik am Jugendmedienschutzgesetz

Die Alterskennzeichnung auf DVDs kennt jeder. Dank dieser Altersangabe weiß jeder, ob sich ein bestimmter Film für ein Kind oder einen Jugendlichen eignet. Nun gilt in Deutschland, dass auch Videospiele mit einer eindeutigen und einheitlichen Altersfreigabe gekennzeichnet werden müssen. In diesem Bereich geht es nicht nur um den Inhalt der Videospiele. Jugendliche werden dank der Altersangabe auch vor Kostenfallen geschützt. Ein Grund für die Reformierung könnten die Lootboxen darstellen, die sich in vielen Videospielen befinden.

Diese Lootboxen müssen während des Spiels geöffnet werden, um in das nächste Level aufsteigen zu können. Daher sind die Lootboxen sehr beliebt und müssen teilweise bezahlt werden. So werden aus eigentlich kostenlosen Videospielen kostenpflichtige Spiele. Es sei denn, der Spieler möchte an bestimmten Stellen zum Spielen aufhören. Dies wird jedoch kaum der Fall sein. Um nun die Jugendlichen und Kinder vor den laufenden Kosten zu schützen, gibt es auch für diese Videospiele ab sofort eine Alterseinschränkung. Hierdurch wurde vermieden, diese Spiele wie Casinospiele einzustufen. In diesem Fall hätten Jugendliche die beliebten Spiele nicht mehr verwenden können.

Scharfe Kritik am Jugendmedienschutzgesetz

Obwohl es längst überfällig war, das Jugendmedienschutzgesetz aus dem Jahr 2002 zu überarbeiten und nun ein gewisser Schutz erzielt wurde, sind viele Experten noch nicht zufrieden. So wird zum Beispiel moniert, dass es immer noch unterschiedliche Regelungen auf der Bundes- und der Länderebene gibt. Diese Differenzen sollen zu mehr Unsicherheit führen.

Die Gaming-Industrie hingegen findet das Gesetz viel zu streng. Hinzu kommt, dass aufgrund des neuen Gesetzes nun auch ausländische Unternehmen abgestraft werden können. Online Casinos wird es jedoch kaum treffen, nachdem diese generell keine Kunden unter 18 Jahren annehmen dürfen. Dies gilt auch für kostenlose Spiele.

Der BVKJ und der DAKJ sind mit dem neuen Gesetz vollauf zufrieden und hoffen, dass hierdurch gewisse Probleme der Vergangenheit beendet sind. Trotzdem stehen immer noch einige Forderungen im Raum, zum Beispiel das künftige Einbinden von Kinder- und Jugendärzten in den Entscheidungsgremien der neuen Bundeszentrale.

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