Duldungsphase: Regeln werden nicht eingehalten

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Der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag scheint in trockenen Tüchern zu sein. Zumindest haben 13 Bundesländer zugestimmt, das als Voraussetzung für das Inkrafttreten des Vertrages galt. Somit kann der Vertrag zum 1. Juli 2021 in Kraft treten. Bis dahin gilt die Übergangsphase, während der Online Casinos geduldet werden. Allerdings müssen die Glücksspielanbieter bereits jetzt alle Regeln einhalten, wenn sie eine Lizenz erhalten möchte. Doch leider scheint dies nicht alle Anbieter zu interessieren und einige verstoßen gegen das Einsatzlimit.

Einsatzlimit wird nicht eingehalten

Inhaltsverzeichnis:

Einsatzlimit wird nicht eingehaltenSpieler können die Einzahlungen beweisenWer überprüft das Einhalten der Einsatzlimits?Daran erkennt man seriöse Anbieter

Zu den neuen Regeln zählt zum Beispiel, dass jeder Spieler pro Monat nur 1000 Euro einzahlen darf. Diese Grenze wurde zur Erhöhung der Spielersicherheit gezogen. Manch ein Spieler mag diese Grenze als zu gering ansehen, da er über ein ausreichend hohes Einkommen verfügt. Ein anderer hingegen mag die Summe sogar noch als zu hoch ansehen. Nichtsdestotrotz muss sich jeder an die maximale Einzahlungssumme halten. Das trifft sowohl auf die Spieler, als auch auf die Glücksspielanbieter zu.

Nun hat die Tagesschau nach eigenen Recherchen festgestellt, dass sich viele Online Glücksspielanbieter nicht an diese Regel halten. Unter diesen befinden sich auch bekannte Anbieter, die sich mit Sicherheit für eine Lizenz bewerben. Die Tagesschau hat zum Beispiel festgestellt, dass ein Spieler bei Wunderino an einem Tag 4.500 Euro eingezahlt hat. Diese Summe teilte er auf 17 Einzahlungen auf. Trotzdem hätte dies nicht passieren dürfen, wenn auch eine Einzahlung im Schnitt nur 264 Euro betrug. Der gleiche Spieler konnte jedoch ebenfalls bei Wunderino im November innerhalb von drei Tagen über 16.000 Euro einzahlen.

Bei DrückGlück konnte ein Spieler mehr als 20.000 Euro einzahlen. Bei Tipico durfte ein Spieler sogar kurz nach Einführung der Duldungsphase 5.000 Euro einzahlen. Ein paar Monate später handelte es sich um 3.000 Euro – ebenfalls an einem Tag.

Spieler können die Einzahlungen beweisen

Ähnlich verhält es sich bei bwin. Auch dieser Glücksspielanbieter akzeptierte, dass ein und derselbe Spieler mehr als 8.000 Euro pro Monat überwies. Bereits ein paar Monate später waren es über 2.000 Euro. Auch bei Lottoland konnte ein Spieler mehrere Tausend Euro einzahlen. Die Frage ist jedoch, ob das Einsatzlimit für Lottoland gilt, nachdem dieser Anbieter nur legale Lottospiele anbietet.

Der Tagesschau liegen die Kontoauszüge der entsprechenden Spieler vor. Aus diesen geht jedoch nur hervor, dass die Einzahlungen vorgenommen wurden. Ob die Summen wirklich gesetzt wurden und wofür, ist nicht ersichtlich. Hierüber möchten auch die Glücksspielanbieter keine Aussage treffen. Tipico verwies darauf, dass es für Sportwetten kein Einsatzlimit gibt. Hinzu kommt, dass die Glücksspielanbieter Ausnahmen vornehmen dürfen, wenn der betroffene Spieler entsprechende Nachweise vorlegt. Tipico wies zusätzlich darauf hin, dass das Unternehmen erst vor kurzen vom Regierungspräsidium in Darmstadt überprüft worden wäre und dass es nichts zu beanstanden gab.

Wer überprüft das Einhalten der Einsatzlimits?

Ein weiteres, derzeit vorhandenes Problem liegt darin, dass kaum jemand das Einhalten des Einsatzlimits überprüfen kann. Die meisten Bundesländer sträuben sich, Testspieler zu engagieren. Lediglich Rheinland-Pfalz zeigt sich bereit, Testspieler unter falschem Namen zu beauftragen. Dies geschieht nicht nur für Rheinland-Pfalz, sondern länderübergreifend. Sobald die neue Glücksspielbehörde in Sachsen-Anhalt steht, dürfte sich das Problem erledigt haben. Bis dahin müssen sich die Spieler selbst darum kümmern, dass sie die gesetzten Regeln einhalten.

Wenn sich ein Glücksspielanbieter nicht an die Regeln hält, sieht es nicht nur mit einer Lizenz schlecht aus. Es gab bereits Anhörungen von Anbietern, die gegen die Regeln verstoßen haben. Dies teilte zumindest das hessische Innenministerium mit.

Auch Niedersachsen gab zum besten, dass bereits Verstöße festgestellt wurden. In diesem Zusammenhang ist jedoch positiv, dass keine namhaften und bekannten Anbieter betroffen sind. Halten sich die Spieler an legale Anbieter und lassen sie nicht bekannte Anbieter außen vor, sollte auch kein Problem entstehen.

Daran erkennt man seriöse Anbieter

Seriöse Anbieter haben nicht auf die Regeln des neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrages gewartet. Solche Glücksspielanbieter kamen selbst auf die Idee, den Spielern ein Einsatzlimit und ein Sitzungslimit anzubieten. Nur so entsteht eine individuelle Spielersicherheit. Wer an sich ein unsicheres Spielen festgestellt hat, der erhält meistens Hilfe oder zumindest wertvolle Ratschläge. Nicht zu Letzt verlinken die meisten Anbieter ihre Website mit Hilfsorganisationen, falls jemand spielsüchtig ist.

All diese Ideen sollten vorhanden sein, wenn sich ein Spieler bei einem Online Casino anmeldet. Selbstverständlich muss das Casino immer eine Lizenz besitzen, damit jedes Roulette– und Pokerspiel sicher abläuft. Wer sich für einen Bonus entscheidet, muss darauf achten, dass die Umsatzbedingungen jederzeit erreichbar sind. Bestandskunden lieben ein spannendes VIP-Programm, das teilweise Boni ohne Einzahlung anbietet.

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